KoMbo:jenseits Kultureller Identität

Kommunikation Kultureller Identität

Mit dem Titel „Kommunikation Kultureller Identität“ für meine Diplomarbeit (1992-94), bin ich am Institut für Kommunikationswissenschaft an Grenzen gestoßen. Mein Unbehagen im Erspüren verschlossener Türen zum wahren Ursprung u. Geschichte unseres Menschseins blieb bestehen. Menschen lassen sich noch immer verführen im Machtspiel, das auch den Begriff der „kulturellen Identität“ missbraucht und Menschen in die Trennung und ins gegeneinander vereinnahmt. Jenseits von Trennung sind wir Reisegefährten von Anbeginn, Zellgefährten. Aufwachen bedeutet, sich der eigenen innewohnenden Schöpferkraft und multidimensionalen Natur des Menschseins bewusst zu werden und Trennung als Illusion zu erkennen.

Damals beruhigte ich mich damit, dass die menschliche Identität in ihrer Dynamik wohl eher in Form eines Romans zu kommunizieren wäre. Mein menschlicher Verstand suchte vergebens nach einer akzeptablen Lösung für mich und ich ließ los, entschied, die kulturelle Identität nicht mehr länger zu theoretisieren, sondern zu leben. Ich wurde Mutter von drei Söhnen. Die Väter mit unterschiedlicher Staatenzugehörigkeit: Österreich – Kapverden – Nigeria. Zusammen mit meinen Söhnen u. deren Väter hat sich unsere Familien-Kombo natürlich erschaffen und ist gewachsen, hier in Vorarlberg.


die Frage „Wer bin ich?“ – die Antwort „verkörpern“

Die Antworten haben mich in meinen Erfahrungen, im verkörpern, im „mir selbst trauen“, im tiefer sinken lassen ins Leben, gefunden. Meine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der „Kulturellen Identität“ habe ich schlicht und einfach in „KoMbo“ leben in mir verkörpert.

… am Ende meiner Tage an der Universität sagte ein befreundeter Musiker zu mir: „ich gib auf, hier gibt es keine Kombo-Spieler, ich werde wieder alleine spielen“. „Kombo“ stammt ursprünglich aus der Musik der 50iger Jahre: „Die Combos können als Keimzellen neuer Ideen verstanden werden, da den Musikern größtmögliche Freiheit zusteht“ (wikipedia.org). Das wesentliche ist eben, dass sie improvisierend zusammenspielen in ihrer Verbundenheit und Freude am gemeinsamen Musizieren, ohne konkurrieren… von Herz zu Herz.

… Afrika spielt einen besonderen Part. Ende der 80er Jahre lebte ich zeitweise in Kapstadt. Ich erlebte wie eine politisch organisierte Rassentrennung überhaupt möglich war und ich begann die propagandistische Rolle und Bedeutung der Medien zu verstehen. In Interviews mit sog. Auslandsösterreichern sammelte ich empirisches Material für meine Diplomarbeit. Einfaches reisen auf dem afrikanischen Kontinent beschenkte mich mit völlig neuen Erfahrungen von Leben: Ich besuchte Plätze in Verbindung mit dem Anbeginn unserer menschlichen Reise, ich erinnerte mich und fühlte mich daheim. Mit dem Vorhaben, mit meiner Herkunftsfamilie einen Frieden zu finden, um dann zurück in mein geliebtes Afrika zu können, kam ich 1995 wieder nach Vorarlberg. Und es kam anders als gedacht: Ich begab mich auf meine innere Reise, um Frieden in mir und nicht an einem anderen Ort zu finden. Im Annehmen meines eigenen Leidens öffnete ich mich in das Kraftfeld der Gnade und Klären meiner Ahnen-Linie.

Ich wurde Mutter und im Februar 1998, bereits getrennt vom Vater meines ersten Sohnes, meldete sich mein Schulfreund Michael. Er schenkte mir eine CD von „Cesaria Evora“ zum Geburtstag. Die Musik dieser kapverdischen Sängerin berührte mich zutiefst. Nach einem Aufenthalt auf Kreta und einer „galaktischen“ Begegnung, reiste ich mit meinem Sohn im Oktober 1998 nach Mindelo auf Sao Vicente. Ich kannte niemanden auf den Kapverden, sprach kein portugiesisch und war erschrocken über die Trockenheit auf dieser Vulkaninsel…

Cesaria Evora - „Barfuß Diva“

kam gerade von ihrer Welttournee zurück, und ich erlebte sie live. Ein besonderer Empfang in Mindelo, so fühlte ich. Dem folgten Jahre mit Herausforderungen auf mehreren Ebenen, besonders für mein menschliches Herz …

Ende 1999 sah ich BAU mit anderen Musikern in der Rua Lisboa spielen. Bau, Bandleader auf der Welttournee von Cesaria, hat sich nicht als Meister hervorgetan, er hat mit den jungen Musikern gespielt. Ich spürte: die Kombo ist lebendig – hier auf den Kapverden und ich erinnerte mich….

Zurück in Vorarlberg folgten die Jahre meiner bewussten spirituellen Arbeit und das Erfüllen einer Seelenvereinbarung mit Maria Krimhilde Gmeiner, einer Pionierin der Pioniere u. anderen, einen Weg für einen kollektiven Aufstieg energetisch zu bereiten. Dies wurde zu einer Zeit meiner größten – inneren – „Abenteuer“. Als mein 2.Sohn im Team Fußball spielte, wurde die Kombo in mir lebendig.Inspiriert vom Fußballteam, kommunizierte ich meine Passion für das Miteinander in einer Kombo. Nicht lange, und ich erkannte, dass die Kombo zuallererst in mir spielen muss: zuerst in mir, dann mit anderen. Die Spieler in mir zu Herzens-Spielern einladen, das Gute und das Schlechte, das Lichte und das Dunkle. Das hat alles von mir und auch von unserem Familien-Alltag gefordert – milde benannt. Es ist gelungen: es gibt einen neuen biologischen Weg für ein neues Bewusstsein; eine neue Energiestruktur für den Körper, um kosmisch, multidimensional energetisch fließend sein zu können…

Nach 13 Jahren, im Juli 2014, reisten wir nach Mindelo; wahrnehmbar begleitet vom verstorbenen Vater meines zweiten Sohnes, der all die Jahre für mich spürbar anwesend war. Herz-Seelenschmerz löste sich, wir erlebten „Wunder-Geschenke“. Und ich hörte Bau spielen, beim Summer-Jazz… und wir begegneten Wole aus Nigeria – für ihn war es der letzte Tag in Mindelo. Später stellte sich heraus, dass wir sog. „Zwillingsflammen“ sind und am 9. Februar 2015 empfingen und übersetzten wir via Skype gemeinsam die KoMbo-Energien in

„a new coming together, beyond separation, in genuine heart-connection“
„ein neues mit ein ander, jenseits von Trennung, in echter Herzens-Verbindung“

und am Bodensee, zusammen mit Ramona, segneten wir im Jänner 2016 die Wurzeln der KoMbo in dieser Dimension. Wir bestärkten unsere Bereitschaft für ein Hereinweben und Weiterwachsen der KoMbo in unser tägliches Leben. Ramona, längst vertraut mit dem Pioniergeist von Maria Krimhilde, lernten wir mit ein ander, dass wir wahrlich „grace notes“ sind für ein ander. In ihrem Wirken, in ihrer fordernden besonderen Art war Maria Krimhilde eine MeisterLehrerin im Verkörpern. Sie hat mich unterstützt zu bleiben und durchzuhalten auf meiner inneren Reise. Ich bin ihr von Herzen dankbar. Im Dez. 2012 hat sie ihren Körper entlassen und dicke Schneeflocken fielen vom Himmel. Die KoMbo ist gewachsen durch ihre weibliche Kraft als Pionierin, in ihrem Mitgefühl und in unser aller Seelenvereinbarung. Wir drei Frauen sind geboren mit Familienname Gmeiner u. aufgewachsen in Vorarlberg, ohne Verwandtschaft in der Herkunftsfamilie.


Ein Hafen zum Anlegen für Kapitäne in Resonanz

Durch ein ständiges Anheben meiner Schwingung, meinem kompromisslosen Erlauben, konnten und werden die „KoMbo-Potentiale“ landen. Es ist ein Landen mit ein ander. An dieser Stelle ein freudvolles DankeSchön an alle Mit-Spieler vor dem Schleier und hinter dem Schleier. Seit Juli 2016 hat unsere Familie ein neues Daheim. Kapitäne in Resonanz, im souveränen mit ein ander, erleben es bereits wie einen „Hafen zum Anlegen“ – in dieser Dimension.

Und am 18. September 2017 ist BAU und Band aus Mindelo nach Dornbirn gekommen – eine große Überrraschung für mich und so ein schönes Konzert. Ich konnte ihm sagen, dass er meine Seelen-Passion in meinem Bewusstsein triggerte – mit seiner „maneira de coracao“ (Herzensart)…. ein echter KoMbo-Spieler… und diese Band hat einen deutschen Mitspieler am Schlagzeug… spontan sagte ich zu ihm: „du musst ein ganz Besonderer sein, um mit ihnen zu spielen“ – er antwortete fröhlich: „dass sie mich mit ihnen spielen lassen“ – und ich sagte: „ja, genau, so hab ich es gemeint“.

In mir fühlte ich es als Integration: „jetzt kommen die Kapverden zu mir“… ein hereinweben und zusammenfinden von KoMbo-Fäden in die unmittelbare Gegenwart unseres kollektiven Herzens.