Es geschieht leiblich.
Nicht als Einsicht, nicht als Haltung, nicht als Entscheidung.
Der Körper tritt zurück – der Leib tritt hervor.
Nicht als etwas, das ich habe, sondern als das, woraus Leben geschieht.
Nähe verliert ihren Auftrag, Liebe ihre Position, Verbindung ihren Anspruch.
Was bleibt, ist Präsenz ohne Funktion.

Das fühlt sich nicht spektakulär an.
Eher wie ein Nachlassen jahrzehntelanger Spannung.
Als würde nichts mehr auf dem Spiel stehen,
nicht, weil alles erreicht ist,
sondern weil es niemanden mehr gibt, der etwas festhalten müsste.

So lebt es sich weiter:
nicht fertig,
nicht suchend –
sondern ganz anwesend.

 

 

Bild, o. Titel, von Henri de Toulouse-Lautrec:
…. „während sie sich richtet, lebt es“….