Ein weiter Himmel nach einem Sturm.
Nicht dramatisch.
Nicht spektakulär.

Der Sturm hat gewütet – Wind, Verwirrung, Donner, zerrissene Luft.
Er war real.
Er hat Spuren hinterlassen.

Und jetzt:
Kein Kampf gegen ihn.
Kein Wunsch, er möge nie gewesen sein.

Nur klare kühle Weite.

Am Horizont steht ein Baum.
Nicht neu gepflanzt.
Nicht heroisch.
Er stand die ganze Zeit dort.

Einige Äste gebogen.
Einige Blätter verloren.
Doch der Stamm – unversehrt.

So ist das Menschsein.

Die archontischen Winde mögen durch den Verstand gefahren sein.
Mythen mögen vom kosmischen Unfall erzählen.
Energien mögen sich eingemischt haben.

Doch der Stamm –
das organische Menschsein
war nie gebrochen.

Und nun geschieht etwas Unspektakuläres und Großes zugleich:
Der Baum treibt wieder aus.
Nicht aus Trotz.
Nicht aus Mission.

Sondern weil das Leben in ihm nie aufgehört hat, Leben zu sein.

Das ist dieses stille Benennen:
So ist es.
Und es durfte gewesen sein.
Kein Drama mehr.
Nur blühen.

 

bewusstsein blüht als mensch

Nicht über dem Geschehen.
Nicht außerhalb.
Sondern mittendrin – weit.