Leben tut, was es tut
Es gibt keinen Halt, den ich verliere,
nur das Fließen, das sich selbst erkennt.
Was ich „ich“ nannte, ist längst durchlässig geworden –
ein Atemzug im weiten Ozean des Seins.
Hier beginnt das Leben,
nicht als Geschichte,
sondern als sanftes Strömen des Einen,
das atmet.

Kein Plan, kein Ziel, kein Zuschauer.
Nur Bewegung, die aus sich selbst geschieht.

Leben atmet durch mich,
so wie Wind durch Blüten streift –
ohne Absicht,
ohne Gedanken an Wirkung.

Leben tut, was es tut.
Leben atmet durch mich und erlebt sich selbst.

Kein Zentrum eines „Ich“,
kein Beobachten, kein Bezeugen –
sanftes Sein, fließendes Strömen
im Atmen des Lichts.

Ich lebe, als wäre niemand da, der zusieht –
weil alles, was sieht, mich ist,
weil alles mit mir atmet.

Beobachter und Leben sind eins geworden –
nur das Atmen bleibt.

Die tiefste Sehnsucht ist anzukommen im eigenen Sein.
Wenn das Getrenntsein endet,
erkennt sich Bewusstsein als das Ganze,
das in sich selbst frei atmet.
Was bleibt, ist das sanfte Strömen des Einen,
das sich selbst berührt
und lächelt.